Sonntag, 15. März 2015

Ski-King (solo) in München … und solo meint solo … so richtig solo

12. März 2015
Backstage, Club, München
Ski-King (solo)


Ein Kerl wie ein Baum. Ein Resonanzkörper, den sein Träger einzusetzen weiß. Und es auch tut.
Eine Type halt ...
Da verwundert es nicht, dass auf meiner Wunschliste schon lange der Besuch eines seiner Konzerte stand. Ob nun mit der Dark- bzw. Gothic-Rock/Metal-Band Beloved Enemy, seiner Combo Country Trash, einer seiner anderen Live-Ensambles oder eben solo.

Zu Letzterem ergab sich nun die Möglichkeit, die ich gleich beim Schopfe gepackt habe. Also ab ins Backstage … quer durch den Feierabendverkehr …
Der Club ist locker gefüllt. Auf der Bühne steht ein ... Pult … dekoriert mit einer Jack-Daniel's-Flasche. Erst auf den dritten oder vierten Blick fällt mir die Flasche genau dieser Marke auf, die dort auf dem Pult thront. Nun gut, für die Ölung der Stimme scheint also gesorgt …

Fast Pünktlich stellt sich der Ski-King kurz nach 20:30 Uhr auf die Bühne, ganz in schwarz mit ebensolchem (man verzeihe mir den Ausdruck an dieser Stelle) Cowboy-Hut. Und das nun wirklich solo. Also ganz allein. Also mal abgesehen von besagtem Pult und der Whisky-Flasche :)
Über die ersten Songs hinweg habe ich ein eher gespaltenes Gefühl: Es ist schon eher seltsam oder zumindest ungewohnt, einen einzelnen Menschen mit Mikro auf der Bühne vor sich zu haben, der lediglich mit seiner Stimme, Mimik und Gestik und eben Halbplayback den Liveauftritt bestreitet.

Dieses Gefühl ist allerdings ganz schnell verflogen. Da steht ein Entertainer durch und durch auf den Brettern. Und ein sehr geneigtes Publikum davor, so dass ganz schnell eine sehr gechillte Feierstimmung aufkommt.
Weiter in die Einzelheiten mag ich an dieser Stelle gar nicht gehen. Nur so viel – und damit erklärt sich dann auch, warum:
Wir bekommen knapp 3 (in Worten: Drei … DREI … da sollten sich manch ach so große US-amerikanische Produktionen mal eine Scheibe von abschneiden) Stunden Programm um die Ohren gepfeffert! Kurz nach 22 Uhr ist erst mal Pause. Und nach einer knappen halben Stunde an Theke und Merch-Stand geht es für noch mal zirka anderthalb Stunden weiter … bis dass der Herr quasi von der Bühne gekehrt wird.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass das ein bunter Abend Entertainment pur war. An dem die Flasche Jacky zum Schluss wirklich leer war. Mit der Erkenntnis, dass ein Fränkischer Ami a Hoibe in wenigen Sekunden die Kehle runter schütten kann, dass vermutlich keiner so toll und hingebungsvoll Luftgi… nee … Mikroständergitarre spielen kann und dass das Publikum – zumindest in Teilen – fast ebenso unterhaltsam war.
Danke! … des lohnt!!!
… wobei ich beim nächsten Mal wohl (trotzdem) eher einen Auftritt mit Liveband bevorzugen werde ;)